Gedenken 2021 an die Februarkämpfe 1934

Facebook Titelbild zum Februargedenken

Die Februarkämpfe stellen gerade in Zeiten wie diesen, wo Krisen und Angst überhandnehmen, einen wichtigen und wertvollen Platz in der antifaschistischen Gedenkkultur dar.

Die Solidarität der Arbeiter_innenklasse war bis dahin beispiellos und die faschistische Macht schlich sich in die Demokratie, um sie von innen zu zerstören. Der Zeitpunkt für die Mahnung „Wehret den Anfängen“ ist längst überschritten worden. Dem KZ-Verband Wien ist daher besonders wichtig, an die Kämpfer_innen, die Opfer und besonders die Solidarität Jahr für Jahr erneut zu erinnern. Auch wenn Corona-bedingt das Gedenken dieses Jahr etwas umgestaltet werden musste.

Daher haben wir im Vorfeld den Februar in den Fokus unseres Online-Auftrittes gelegt. Ab dem 5. Februar wurde mit täglichen Beiträgen auf Facebook, Twitter und Instagram jeweils ein Ort und seine Geschichte vorgestellt, an dem die Kämpfe stattgefunden haben.

Anfänglich wurde das Parlament als Schauplatz des Endes der Ersten Republik vorgestellt. Danach wurde am Beispiel von Georg Weissel und seinen Genoss_innen an die Kämpfe und das Leben im Schlingerhof gedacht.

Die Kämpfe im Goethehof wurden, ebenso wie die Brüder Gregor und Valentin Strecha in einem Beitrag erwähnt. Der Wiener Zentralfriedhof wurde für einen Beitrag im Gedenken ebenfalls gewählt, um an die 118 Opfer der Februarkämpfe zu gedenken.

Am 12. Februar haben wir unter der Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen am Gregor Weissel-Denkmal und am Schlingerhof selbst die alljährliche Kranzniederlegung durchgeführt. Unsere Kamerad_innen haben es sich zurecht nicht nehmen lassen, den unsterblichen Opfern die Ehre zu erweisen.

 

Gedenken am Gregor Weissel Denkmal
Redebeitrag des Landessekräter Ernst Wolrab als Vertretung für die Landesobfrau Dagmar Schindler bei der Gedenkveranstaltung am Goethhof

Dabei haben wir, wie immer und unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen, auch am jährlichen Gedenken der Februarkämpfe am Goethehof mit einem Redebeitrag teilgenommen.

KZ-Verband Niederösterreich und Wien am Volksstimmefest

KZ-Verband Wien und Niederösterreich am schönsten Fest in Wien!
 
Wie jedes Jahr sind wir auch 2019 wieder in der Initiativenstraße zu finden. 2019 kann uns nicht einmal das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. Im neuen Zelt gibts wie gewohnt interessante Informationen zur Gedenk- und Erinnerungskultur, sowie zur antifaschistischen Arbeit an unserem Infotisch. Auch unsere „Nähecke“ wird wieder vor Ort sein, und Patches können direkt und gratis gleich angenäht werden, ihr könnt auch vor Ort zuschauen/mitmachen wie unsere schwarzen Hauben entstehen. Natürlich gibts auch wieder Gulasch, Würschtel, Bier, Schnaps, Wein und auch antialkoholische Getränke. Wer lieber Süßes mag, Szomlauer Nockerl werden frisch geliefert, Kuchen und Kaffee natürlich auch.
Am Samstag 15.00 wird Guiseppe Contra mit special guest Violetta Contra mit uns das Zelt einweihen.
 
Ab 16.00 versäumt bitte nicht den spannenden Vortrag von Martina Renner, dt. Bundestagsabgeordnete „Die Linke“ und fundierte Expertin der Szene zum Thema „Rechtsextreme Netzwerke“ . Martina wird auch die Vernetzungen und Seilschaften nach Österreich beleuchten. Das Einführungsstatement kommt von Birgit Hebein, die beiden Antifaschistinnen werden auch für Fragen zur Verfügung stehen.
 
Sonntag starten wir mit einem Gewitter im Zelt, der Chor „Augustin Stimmgewitter“ wird um 14.00 bei uns auftreten.
 
Danach freuen wir uns um 15.00  Geschichten Im Ernst für ein kurzes Musikset begrüßen zu dürfen..
 
Als Gäste am Infotisch  dürfen wir in diesem Jahr die „Rote Hilfe Wien“ begrüßen, die euch vor Ort informieren wird. Auch liegt die Petition für den Erhalt der Synagoge Gänserndorf zur Unterschrift auf.
Natürlich gibts auch einen besonderen Tipp. Sonntag ab 16.00 auf der GLB Bühne

Spielkameraden/ Rudi Burda und die 68er Rocker

Was stellt man sich unter einem vierblättrigen Trio vor? Zum Beispiel:
Johann Schön (Bass);
Alexander Strohmaier (Perkussion);
Antonis Vounelakos (Gitarre);
und dazu noch Rudi Burda (Klampfe, Gesang, Texte).

Und was kann man sich von sowas erwarten?

Allerlei Reprisen (schon gehört, aber nicht zu oft),
z.B. Woody Guthries wienerische Lieder;
Sicherlich keine Hymne;
Neu Getextetes auf alte Weisen;
Neue Weisen samt neuen Texten;
und jede Menge Spielfreude.

und wer von Geschichen im Ernst nicht genug kriegen kann, kann sie im Anschluss an die Spielkameraden auch auf der GLB-Bühne bewundern 
 
Bis bald

Gedenkveranstaltung für Oskar Grossmann

Grossmann

Liebe Kameradinnen und Kameraden,

liebe Freundinnen und Freunde!

Gemeinsam mit der KPÖ Brigittenau dürfen wir euch herzlichst zur

Gedenkveranstaltung für Oskar Grossmann 

am Samstag, 13. Juli 2019 um 14h

in Einfahrt Haus Denisgasse 39 1200 Wien (GROSSMANNHOF)

einladen.

„Für Frieden und Freiheit“

kämpften österreichische AntifaschistInnen auch in jenen von der Deutschen Wehrmacht eroberten Ländern, in denen sie zunächst politische Zuflucht vor der Verfolgung im eigenen Land gefunden hatten. Viele schlossen sich im besetzten Frankreich der Résistance an und halfen mit, deutsche und österreichische Wehrmachtssoldaten zum Überlaufen zu bewegen.

Oskar Grossmann war einer von ihnen. Geboren am 6. Februar 1903 im nordböhmischen Teplice (damals Teplitz-Schönau), aufgewachsen in Wien, schloss er sich in den 1920er Jahren dem Kommunistischen Jugendverband Österreichs an und wurde 1930 Redakteur der KPÖ-Parteizeitung „Die Rote Fahne“ sowie Mitglied des Zentralkomitees.

Nach der Besetzung Prags durch deutsche Truppen im März 1939 flüchtete er nach Paris, musste aber nach dem deutschen Überfall im Mai 1940 ins unbesetzte Südfrankreich ausweichen, wo er die Aktivitäten der Österreicherinnen und Österreicher in der Résistance (darunter Sabotageaktionen) koordinierte und die unter Wehrmachtssoldaten heimlich verbreitete Zeitschrift „Soldat am Mittelmeer“ herausgab.

Am 27. Mai 1944, nach 22 Uhr, explodierte in einem Vorort von Lyon eine Bombe, die deutschen Wehrmachtssoldaten galt. Grossmann (Deckname „Lucien“) wurde dabei schwer verletzt, er verlor sein Augenlicht.
Die Gestapo brachte ihn in ein Krankenhaus, Versuche der Résistance, ihn dort herauszuholen, scheitern. Die Gestapo fand heraus, um wen es sich bei dem Schwerverletzten handelte. Sie brachte ihn in einen der Folterkeller von Lyon, wo der Gestapofunktionär Klaus Barbie (Schlächter von Lyon) sein Unwesen trieb. Dort, vor 75 Jahren, verlieren sich Grossmanns Lebensspuren.
Oskar Grossmann ist eine jener Persönlichkeiten, die in mehreren Ländern Europas versuchten, den Vormarsch des Faschismus zu stoppen und unter Einsatz ihres Lebens für die Freiheit der Völker und die Wiederherstellung eines unabhängigen, demokratischen Österreich eintraten.

Wir laden Sie ein, mit uns gemeinsam seiner und aller anderen Frauen und Männer des Widerstands zu gedenken!

(foto alfred klahr geselltschaft)