8. Mai – Tag der Befreiung

Am 8. Mai 1945 kapitulierten endlich die Nazischergen – für unsere Eltern, Großeltern, Freundinnen und Freunde kam endlich der Tag der Befreiung.

In Erinnerung an die Opfer der Nazibarbarei, zur Erinnerung an ihren Auftrag #niemalsvergessen, #niewiederfaschismus, legen wir traditionell den Kranz beim Denkmal am Morzinplatz nieder.

Samstag, der 8. Mai 2021, um 10:30 am Mahnmal Gestapo-Haus, Morzinplatz, 1010 Wien

Dieses Denkmal, mit der Tafel aus Mauthausener Granit war hart erkämpft und ist ein Symbol der mangelhaften Aufarbeitung dieser dunklen Zeit. Da andere Vorhaben zur Errichtung größerer Gedenkstätten für die politischen Opfer des nationalsozialisten Regimes immer wieder verzögert worden oder gescheitert waren, wurde am 11. April 1951 am Morzinplatz ein Gedenkstein für Opfer des Faschismus errichtet. Das Denkmal wurde im Zuge einer politischen Kundgebung des KZ-Verbandes illegal errichtet und enthüllt – gerade hier, am Standort des ehemaligen Hotels Metropol, der Wiener Gestapo Zentrale, in der viele Kameradinnen und Kameraden über den Dienstboteneingang (Salztorgasse) in den Tod geführt wurden.

Mahnmal Gestapo-Haus am Morzinplatz, 1010 Wien

Ernst-Kirchweger Preis 2021 – „Fragments Of Resistance“

Der seit 2020 eingerichtete Ernst-Kirchweger Preis zur Förderung antifaschistische und systemkritische Aufklärungsarbeit von Jugendlichen und für Jugendliche hat seinen ersten Preisträger bzw. sein erstes Projekt gefunden:

Ausstellung „Fragments Of Resistance“

Die Audioinstallation von Hasan Ulukisa unter dem Namen „Fragements of Resistance“ hat sich den mit 1.000€ dotierten Preis gesichert. Das Projekt beschäftigt sich mit den Zeitzeugenberichten von Paul Vodicka, das bereits letztes Jahr an der Kunstuniversität Linz ausgestellt wurde.

Weitere Informationen findet ihr im folgenden PDF zu herunterladen:

Gedenken 2021 der Opferverbände an die „Annexion“ im März 1938

Die Vertreter der drei Opferverbände beim Gedenken

{„type“:“block“,“srcClientIds“:[„0a536a7b-02cf-442f-974c-3deedf758a6d“],“srcRootClientId“:““}Der Einmarsch der Deutschen Wehrmacht und die Machtübernahme der Nazis
in Österreich am 11./12. März 1938 waren begleitet von einem tagelangen antijüdischen Pogrom auf den Straßen Wiens und einer beispiellosen Verhaftungswelle gegen alle NS-GegnerInnen, die in behelfsmäßigen Gefängnissen“ der Nazis gedemütigt und gefoltert wurden.

Am 1. April 1938 verschickte die neugegründete Gestapozentrale
Wien im so genannten „Prominententransport“ die ersten 150 Verhafteten
vom Westbahnhof aus ins KZ Dachau.

Zum Gedenken an diese Ereignisse legten die Vertreter der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten (Gerhard Kastelic), des Bunds Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen (Gerald Netzl) und des KZ-Verbands (Friedl Garscha) in der Arbeitsgemeinschaft der NS-Opfer-Verbände und WiderstandskämpferInnen auch in diesem Jahr wieder Kränze an drei zentralen Gedenstätten für die Opfer der
NS-Herrschaft in Wien nieder: in Floridsdorf Am Spitz (wo die SS in den letzten Kriegstagen drei Männer des militärischen Widerstands ermordete, die Wien den sowjetischen Befreiern kampflos übergeben wollten); im Hinrichtungsraum des Landesgerichts Wien (wo unter der NS-Herrschaft Hunderte WiderstandskämpferInnen geköpft worden sind); und auf dem Morzinplatz, am Gedenkstein für die politischen und jüdischen Opfer der Gestapo.
Die sonst übliche Teilnahme von Schülerinnen und Schülern sowie von Angehörigen des Bundesheeres und von Mitgliedern unserer drei Verbände war diesmal – coronabedingt – nicht möglich. Die jährliche Gedenkveranstaltung am 1. April auf dem Westbahnhof entfiel.

Wir rufen schon heute alle unsere Mitglieder auf, im kommenden Jahr an den drei Gedenkveranstaltungen am Freitag, den 11. März 2022
(Floridsdorf/Landesgericht/Morzinplatz), und am Freitag, den 1. April
2022 (Westbahnhof) teilzunehmen!