Gedenken 2021 der Opferverbände an die „Annexion“ im März 1938

Die Vertreter der drei Opferverbände beim Gedenken

{„type“:“block“,“srcClientIds“:[„0a536a7b-02cf-442f-974c-3deedf758a6d“],“srcRootClientId“:““}Der Einmarsch der Deutschen Wehrmacht und die Machtübernahme der Nazis
in Österreich am 11./12. März 1938 waren begleitet von einem tagelangen antijüdischen Pogrom auf den Straßen Wiens und einer beispiellosen Verhaftungswelle gegen alle NS-GegnerInnen, die in behelfsmäßigen Gefängnissen“ der Nazis gedemütigt und gefoltert wurden.

Am 1. April 1938 verschickte die neugegründete Gestapozentrale
Wien im so genannten „Prominententransport“ die ersten 150 Verhafteten
vom Westbahnhof aus ins KZ Dachau.

Zum Gedenken an diese Ereignisse legten die Vertreter der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten (Gerhard Kastelic), des Bunds Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen (Gerald Netzl) und des KZ-Verbands (Friedl Garscha) in der Arbeitsgemeinschaft der NS-Opfer-Verbände und WiderstandskämpferInnen auch in diesem Jahr wieder Kränze an drei zentralen Gedenstätten für die Opfer der
NS-Herrschaft in Wien nieder: in Floridsdorf Am Spitz (wo die SS in den letzten Kriegstagen drei Männer des militärischen Widerstands ermordete, die Wien den sowjetischen Befreiern kampflos übergeben wollten); im Hinrichtungsraum des Landesgerichts Wien (wo unter der NS-Herrschaft Hunderte WiderstandskämpferInnen geköpft worden sind); und auf dem Morzinplatz, am Gedenkstein für die politischen und jüdischen Opfer der Gestapo.
Die sonst übliche Teilnahme von Schülerinnen und Schülern sowie von Angehörigen des Bundesheeres und von Mitgliedern unserer drei Verbände war diesmal – coronabedingt – nicht möglich. Die jährliche Gedenkveranstaltung am 1. April auf dem Westbahnhof entfiel.

Wir rufen schon heute alle unsere Mitglieder auf, im kommenden Jahr an den drei Gedenkveranstaltungen am Freitag, den 11. März 2022
(Floridsdorf/Landesgericht/Morzinplatz), und am Freitag, den 1. April
2022 (Westbahnhof) teilzunehmen!

Gedenken 2021 an die Februarkämpfe 1934

Facebook Titelbild zum Februargedenken

Die Februarkämpfe stellen gerade in Zeiten wie diesen, wo Krisen und Angst überhandnehmen, einen wichtigen und wertvollen Platz in der antifaschistischen Gedenkkultur dar.

Die Solidarität der Arbeiter_innenklasse war bis dahin beispiellos und die faschistische Macht schlich sich in die Demokratie, um sie von innen zu zerstören. Der Zeitpunkt für die Mahnung „Wehret den Anfängen“ ist längst überschritten worden. Dem KZ-Verband Wien ist daher besonders wichtig, an die Kämpfer_innen, die Opfer und besonders die Solidarität Jahr für Jahr erneut zu erinnern. Auch wenn Corona-bedingt das Gedenken dieses Jahr etwas umgestaltet werden musste.

Daher haben wir im Vorfeld den Februar in den Fokus unseres Online-Auftrittes gelegt. Ab dem 5. Februar wurde mit täglichen Beiträgen auf Facebook, Twitter und Instagram jeweils ein Ort und seine Geschichte vorgestellt, an dem die Kämpfe stattgefunden haben.

Anfänglich wurde das Parlament als Schauplatz des Endes der Ersten Republik vorgestellt. Danach wurde am Beispiel von Georg Weissel und seinen Genoss_innen an die Kämpfe und das Leben im Schlingerhof gedacht.

Die Kämpfe im Goethehof wurden, ebenso wie die Brüder Gregor und Valentin Strecha in einem Beitrag erwähnt. Der Wiener Zentralfriedhof wurde für einen Beitrag im Gedenken ebenfalls gewählt, um an die 118 Opfer der Februarkämpfe zu gedenken.

Am 12. Februar haben wir unter der Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen am Gregor Weissel-Denkmal und am Schlingerhof selbst die alljährliche Kranzniederlegung durchgeführt. Unsere Kamerad_innen haben es sich zurecht nicht nehmen lassen, den unsterblichen Opfern die Ehre zu erweisen.

 

Gedenken am Gregor Weissel Denkmal
Redebeitrag des Landessekräter Ernst Wolrab als Vertretung für die Landesobfrau Dagmar Schindler bei der Gedenkveranstaltung am Goethhof

Dabei haben wir, wie immer und unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen, auch am jährlichen Gedenken der Februarkämpfe am Goethehof mit einem Redebeitrag teilgenommen.