Bericht: Führung durch die Ausstellung Partizan★ke Art

Im Rahmen des Verbands-Jour-Fixe fand am Freitag, den 26. Juni 2026, eine Führung durch die Ausstellung „Partizan★ke Art“ statt. Rund 30 Personen fanden sich bei sommerlich heißen Temperaturen im Pavillon V (nicht 5 !) des Otto-Wagner-Areals ein.

Elena Messner, eine der Gestalterinnen der Ausstellung, führte die Gruppe durch alle Räume und ging dabei auf einzelne Objekte und deren Entstehungsgeschichte im Detail ein. Ihr war ein zentraler Punkt besonders wichtig: Bei den gezeigten Stücken handelt es sich nicht um Kunstobjekte, die über den Einsatz der Partisan*innen berichten, sondern um Originalprodukte, die größtenteils von den Partisan*innen selbst hergestellt wurden – etwa Teppiche aus Partisaninnen-Webereien oder Fotografien, die die parallel zum Kampf aufgebauten Alphabetisierungsstrukturen dokumentieren. Diese Bildungsarbeit war Teil des Aufbaus eines neuen Staates und einer neuen Gesellschaft.

Anschaulich erzählte Messner auch die Geschichte eines Theaterensembles, das sich geschlossen den Partisan*innen anschloss und dort weiterhin revolutionäres Theater aufführte.

Kurz anwesend waren auch Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler sowie DÖW-Leiter Andreas Kranebitter.

Die Ausstellung ist noch bis November zu sehen, der Eintritt ist kostenlos.

Herzliche Glückwünsche zum 90. Geburtstag von Nina Jakl

Im Maimonides-Zentrum in Wien wurde kürzlich ein besonderer Anlass gefeiert: Kameradin Nina Jakl vollendete ihr 90. Lebensjahr. Aus diesem freudigen Anlass statteten Albert Dlabaja, ehemaliger Bundesverbandsobmann, und Raoul Narodoslavsky, aktueller Obmann des Wiener Verbandes, der Jubilarin einen herzlichen Geburtstagsbesuch ab.

Die Organisation des Besuchs erfolgte in enger Abstimmung zwischen Kamerad Dlabaja und Kameradin Sassmann, die gemeinsam einen passenden Termin koordinierten. Raoul Narodoslavsky wurde beauftragt, die Glückwünsche des Verbandes, ein Billet sowie einen Blumenstrauß zu überbringen.

Nina Jakl freute sich sichtlich über den Besuch ihrer Kameraden und hatte eigens eine Sitzgruppe vorbereitet, sodass man sich zu einem gemütlichen Plausch zusammenfinden konnte. Die Jubilarin befindet sich in einer bewundernswerten geistigen Verfassung – so unterhielt sie sich im Laufe des Vormittags mit einer Besucherin fließend auf Russisch.

Auch das Maimonides-Zentrum selbst sorgte für festliche Stimmung: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses gratulierten der Jubilarin herzlich, und die Clini Clowns statteten ihr ebenfalls einen Besuch ab und erfreuten sie mit einem musikalischen Beitrag. Darüber hinaus gesellte sich eine weitere Mitbewohnerin hinzu, um Nina Jakl ihre besten Wünsche und alles Gute für ihre Gesundheit zu übermitteln.

Der KZ-Verband Wien gratuliert Kameradin Nina Jakl von Herzen zum 90. Geburtstag und wünscht ihr weiterhin Gesundheit und Wohlbefinden.

Befreiungsfeier Mauthausen 2026

Im vom Wiener Verband organisierten Bus brachen am 10. Mai ca. 60 Antifaschist:innen gemeinsam von Wien zur Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen auf, darunter erfreulich viele junge Genoss:innen und Kamerad:innen. Schon auf der Anreise nutzte unser Kamerad Friedl Garscha die Zeit für einen Einführungsvortrag zur Geschichte des Lagersystems Mauthausen und zur Befreiung durch die Alliierten.

In der Gedenkstätte angekommen begaben wir uns zunächst zum Karbyschew-Denkmal. Der sowjetische Artilleriegeneral Dmitri Michailowitsch Karbyschew wurde 1945 im Lager ermordet. Augenzeugenberichten zufolge gossen die Bewacher ihn bei eisiger Kälte mit Wasser über, bis er erfror. Sein Schicksal steht exemplarisch für den menschenverachtenden Terror, dem unzühlige Gefangene ausgesetzt waren.

Danach verteilten wir uns auf die verschiedenen Gedenkorte der Anlage, wohnten den Zeremonien bei und versammelten uns anschließend gemeinsam mit den Kamerad:innen der „Arbeitsgemeinschaft der NS-Opfer-Verbände und WiderstandskämpferInnen“ zum offiziellen Teil der Feier. Mehr als 13.000 Menschen aus dem In- und Ausland nahmen teil. Der Schwerpunkt 2026 lautete „Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus“ und richtete den Blick auf jene, die durch Handeln, Mitwirkung oder Wegsehen das Terrorsystem erst ermöglicht haben.

Am frühen Nachmittag fanden wir uns zu einem gemeinsamen Mittagessen ein, bei dem der Tag nachbesprochen und weiterdiskutiert wurde. Auf der Rückfahrt bereicherten die Kameraden Garscha und Narodoslavsky die im Bus Mitfahrenden erneut mit historischen Hintergrundinformationen.

Wir freuen uns schon jetzt alle Interessierten zur gemeinsamen Busreise 2027 einzuladen.

Weitere Informationen zur Befreiungsfeier 2026 und zum Schwerpunktthema finden sich in der offiziellen Presseaussendung des Mauthausen Komitees Österreich: https://www.mkoe.at/ueber-13000-menschen-gedenken-der-befreiung-des-kz-mauthausen