Befreiungsfeier Mauthausen 2026

Im vom Wiener Verband organisierten Bus brachen am 10. Mai ca. 60 Antifaschist:innen gemeinsam von Wien zur Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen auf, darunter erfreulich viele junge Genoss:innen und Kamerad:innen. Schon auf der Anreise nutzte unser Kamerad Friedl Garscha die Zeit für einen Einführungsvortrag zur Geschichte des Lagersystems Mauthausen und zur Befreiung durch die Alliierten.

In der Gedenkstätte angekommen begaben wir uns zunächst zum Karbyschew-Denkmal. Der sowjetische Artilleriegeneral Dmitri Michailowitsch Karbyschew wurde 1945 im Lager ermordet. Augenzeugenberichten zufolge gossen die Bewacher ihn bei eisiger Kälte mit Wasser über, bis er erfror. Sein Schicksal steht exemplarisch für den menschenverachtenden Terror, dem unzühlige Gefangene ausgesetzt waren.

Danach verteilten wir uns auf die verschiedenen Gedenkorte der Anlage, wohnten den Zeremonien bei und versammelten uns anschließend gemeinsam mit den Kamerad:innen der „Arbeitsgemeinschaft der NS-Opfer-Verbände und WiderstandskämpferInnen“ zum offiziellen Teil der Feier. Mehr als 13.000 Menschen aus dem In- und Ausland nahmen teil. Der Schwerpunkt 2026 lautete „Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus“ und richtete den Blick auf jene, die durch Handeln, Mitwirkung oder Wegsehen das Terrorsystem erst ermöglicht haben.

Am frühen Nachmittag fanden wir uns zu einem gemeinsamen Mittagessen ein, bei dem der Tag nachbesprochen und weiterdiskutiert wurde. Auf der Rückfahrt bereicherten die Kameraden Garscha und Narodoslavsky die im Bus Mitfahrenden erneut mit historischen Hintergrundinformationen.

Wir freuen uns schon jetzt alle Interessierten zur gemeinsamen Busreise 2027 einzuladen.

Weitere Informationen zur Befreiungsfeier 2026 und zum Schwerpunktthema finden sich in der offiziellen Presseaussendung des Mauthausen Komitees Österreich: https://www.mkoe.at/ueber-13000-menschen-gedenken-der-befreiung-des-kz-mauthausen

Exkursion des KZ-Verbands nach Hartheim am 29. August

Schloss Hartheim; Copyright: erinnern.at

Das Schloss Hartheim bei Alkoven (westlich von Linz) war die größte Mordanstalt im „Euthanasie“-Programm der Nazis. Mit „Euthanasie“ bezeichneten die Nazis die Vernichtung „lebensunwerten Lebens“.
Hartheim war eine der Ausbildungsstätten, wo die Massenmörder des Holocaust lernten, Gaskammer und Krematorium zu bedienen. Fast 30.000 Menschen aus dem ganzen nationalsozialistischen Machtbereich wurden hier getötet.

Heute ist Schloss Hartheim ein Lern- und Gedenkort:

https://www.schloss-hartheim.at/gedenkstaette-ausstellung/gedenkstaette


Wir erhalten eine Führung durch die neu gestaltete Ausstellung „Wert des Lebens. Der Umgang mit den Unbrauchbaren“. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Lebenssituation behinderter bzw. psychisch kranker Menschen in der Zeitspanne von der Zeit der Aufklärung bis zur Gegenwart.

Ausstellung „Wert des Lebens. Der Umgang mit den Unbrauchbaren“:

https://www.schloss-hartheim.at/gedenkstaette-ausstellung/ausstellung-wert-des-lebens

EXKURSION – 29. August 2021


Abfahrt 7 Uhr früh (pünktlich!!) Wien 2, Praterstern 1.
Pause im Autobahnrestaurant Strengberg
Beginn der Führung in Hartheim: 11 Uhr
Mittagessen: 13 Uhr im Landgasthaus Lehnerwirt in Alkoven
Rückkunft in Wien: zwischen 17.30 und 18 Uhr

Anmeldung aufgrund der Covid-Maßnahmen notwendig und unter folgender E-Mail Adresse möglich:

office [at] kz-verband-wien.at