Hans Hautmann 22.8. 1943 – 3. 7. 2018

In tiefer Trauer müssen wir Euch mitteilen, dass unser Kamerad Univ. Prof. Dr. Hans Hautmann gestern, nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist.

Hans war uns immer ein treuer Weggefährte und mit dem Wiener Verband eng verbunden.

Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Frau Claudia Kuredsidis-Haider und seinen Söhnen, sowie der ganzen Familie.

Wir trauern nicht nur um den  bedeutenden marxistischen Historiker der Geschichte der österreichischen Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung, sondern auch um unseren Freund.

Mit dem Foto unseres letzten gemeinsamen Zusammenkommen am Schwarzenbergplatz, zur Feier der Befreiung am 9. Mai wollen wir die Erinnerung  an unseren Kameraden  Univ.Prof. Dr. Hans Hautmann wach halten. 32191382_991078474406557_1015809316541693952_n

Hier der Link zum Nachruf, den unser stellvertetender Obmann Dr. Winfried Garscha auf der Webseite der Alfred-Klahr-Gesellschaft veröffentlicht hat und der das Leben und  Wirken von Hans Hautmann aufzeigt http://www.klahrgesellschaft.at/Hautmann_Nachruf.html

Tot ist nur wer vergessen wird!

Demo „Nein zum 12-Stunden-Tag

„Nie wieder“ heißt auch sich nie wieder die erkämpften Rechte nehmen zu lassen, 8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Freizeit, 8 Stunden Schlaf. Daher ist es eine Verpflichtung für uns sich solidarisch mit den Gewerkschaften im Kampf gegen die Verschlechterungen durch diese Regierung zu zeigen und zur Demo aufzurufen. Die Asche bewahren, das Feuer weitertragen, am Samstag um 14.00 am Westbahnhof!

 Bild könnte enthalten: Text

Jour Fixe: „Schutzbundkinder in der Sowjetunion“ 13.6. , 18.00

 

„Schutzbundkinder in der Sowjetunion“ und „ÖsterreicherInnen in der Roten Armee“
Präsentation zweier Dokumentationen mit Charlotte Rombach 

Was internationale Solidarität bedeutet, erfuhren 120 österreichische Kinder aller Altersstufen, deren Väter bzw. Eltern nach der Niederlage der österreichischen Arbeiter im Februar 1934 verhaftet, eingesperrt oder ermordet wurden. Sie erhielten, wie auch viele Schutzbundkämpfer, welche in die CSR fliehen konnten, von der Sowjetunion Asyl. Von der Stadt Moskau aufgenommen, in einem eigens für sie adaptierten Kinderheim untergebracht, verlebten sie dort einige sorglose Jahre. Als Kinder der „Helden des Februar 1934“ wurden sie verwöhnt, erhielten die Möglichkeit zu studieren oder einen Beruf zu erlernen. Das Leben der meisten Kinder nahm dann durch den Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion und den Ausbruch des 2. Weltkriegs eine unerwartete Wende. In den 12 Jahren Exil wurden viele von ihnen KommunistInnen, einige verteidigten ihre zweite Heimat in der Roten Armee.

Hier überschneiden sich die beiden Bücher – denn 15 Schutzbundkinder, die bereits Jugendliche waren, traten in der Sowjetunion nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die SU der Roten Armee bei, kämpften als Partisanen in verschiedenen Formationen gegen die Faschisten.

In dem Buch über Österreicher in der Roten Armee führe ich 122 Biografien von Schutzbundkämpfern und Antifaschisten an, von denen die meisten an den Februarkämpfen 1934 teilgenommen haben. Viele von ihnen kämpften danach in Spanien in den Internationalen Brigaden gegen die Franco-Faschisten. In der Sowjetunion setzten sie in der Roten Armee ihren Kampf gegen den Faschismus fort.

Mit der Biografie meines Vaters, Heribert Hütter, zeige ich den Werdegang eines einfachen Buben vom Land zu einem politischen Menschen – sozialdemokratischer Gewerkschafter, Schutzbundkämpfer, Kommunist, in der Sowjetunion Rotarmist, antifaschistischer Lehrer und nach 1945 Arbeiterfunktionär in Österreich.

Charlotte Rombach