Rosa Breuer-Grossmann (7.1.1920-26.1.2013)

Rosa Breuer, Foto: Michaela BruckmüllerIm Alter von 93 Jahren starb die Wiener Widerstandskämpferin Rosa Breuer-Grossmann, ehemalige Chefredakteurin der „Stimme der Frau“. Foto rechts von Michaela Bruckmüller (www.michaelabruckmueller.net)

Rosa Grossmann hatte sich am 23. Oktober 1943 nach viertägigen Folterungen vom 4. Stock der Gestapo-Zentrale am Morzinplatz gestürzt und überlebt. 1949 trat sie im Prozess gegen den Gestapobeamten Sanitzer als Zeugin vor dem Wiener Volksgericht auf.

Ravensbrück-Broschüre von Rosa Breuer (Titelbild: Claudia Lobe)1963 stellte sie für die Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück die Broschüre „Was geht das mich an?“ zusammen, die 1974 in einer erweiterten Neuauflage erschien. Sie wandte sich darin direkt an junge Frauen, denen sie eine Vorstellung von den Gräueln der Konzentrationslager geben wollte.

wichtigsteUnter Verwendung von Texten Rosa Breuers beschrieb Erica Fischer 2005 das Leben von Rosa und ihrer Schwester Liesl Musil-Hahn im Buch „Das Wichtigste ist, sich selber treu zu bleiben. Die Geschichte der Zwillingsschwestern Rosl und Liesl“.
Siehe dazu den Kommentar von Rosa Breuer-Grossmanns Sohn Hans Breuer: http://www.8ung.at/hansbreuer/ich/buch.pdf

Die Abschiedsfeier für sie wird am 17. Februar 2013 um 14 Uhr im Restaurant Concordia (gegenüber dem Haupteingang des Zentralfriedhofs) stattfinden.

Ceija Stojka (23.5.1933 – 28.1.2013)

ceija stoikaWenige Monate vor ihrem 80. Geburtstag starb am 28. Jänner 2013 die Ravensbrück-Überlebende Ceija Stojka. Die bekannte Roma-Künstlerin und Tante des Jazzmusikers Harri Stojka hatte 1988 ihr Erinnerungsbuch „Wir leben im Verborgenen“ herausgebracht, in dem sie ihre Kindheits-erlebnisse in drei Konzentrationslagern verarbeitete. Sie war erst elf Jahre alt gewesen, als sie von Auschwitz über Ravensbrück in die „Finsternis von Bergen-Belsen“ (so der Titel eines ihrer Bilder) kam. In ihrem Buch erzählte sie, dass es in den Leichenbergen warm war, weshalb sie sich dort schlafen legte; sie sprach und spielte mit den Verstorbenen. Das einzige genießbare Wasser war der Tau, den sie vom Stacheldraht leckte, und zum Essen fand sie Stoff- und Lederreste, Harz, Erde und das Gras unter den Brettern der Baracken.