Wanderausstellung: Grenzen Überwinden – Jüdische Flucht im Salzburger Hochgebirge 1947

Den ganzen November über stellt der KZ-Verband Wien die im Verbandslokal die Wanderausstellung: „Grenzen Überwinden – Jüdische Flucht im Salzburger Hochgebirge 1947“ aus.

Wo: Lassallehof, Lassallestraße 40/2/6, 1020 Wien
Wann: im November (ab 3. 11.2025 bis 30.11.2025)

Öffnungstage:
– jeder Dienstag, 16.00 bis 19.00
– jeder Freitag, 15.00 bis 18.00

Tage mit Führung (wird ergänzt):
Mo. 3.11. um 18.30
– Fr.. 7.11. um 16.00

Der „Verein für aktive Gedenk- und Erinnerungskultur – Alpine Peace Crossing (APC)” ist ein von Ernst Löschner gegründeter österreichischer Gedenkverein, der sich mit jüdischer Flucht nach 1945 und benachbarten Themenfeldern beschäftigt. Ausgangspunkt unserer Arbeit ist die Flucht tausender Jüdinnen*Juden im Jahr 1947. Auf ihrem Weg ins heutige Israel mussten sie den Krimmler Tauern überqueren. Sie flohen vor dem immer noch grassierenden Antisemitismus in Europa. Österreich war sowohl Ausgangs- als auch Transitland. Dieser Flucht gedenken wir mit einer jährlichen Wanderung im Salzburger Krimml.

Wir sind der Meinung, dass sich anhand dieser Fluchtbewegung viele grundsätzliche Fragen zur Gedenkkultur und Erinnerungspolitik verhandeln lassen. Dies versuchen wir in unserem jährlich erscheinenden Magazin „Alpendistel – Magazin für antifaschistische Gedenkkultur”, in dem wir uns jedes Jahr mit einem neuen Schwerpunktthema beschäftigen und versuchen dieses multiperspektivisch und interdisziplinär einem breiten Publikum näher zu bringen.

In unserem Engagement wollen wir nicht nur in der Vergangenheit verhaftet bleiben, sondern den Blick auch ins Heute richten. Deswegen bemühen wir uns, auch heutige Missstände aufzuzeigen und zu kritisieren. Gedenkarbeit bedeutet für uns, zu versuchen aus der Geschichte zu lernen und sich auch in der Gegenwart klar antifaschistisch zu positionieren.

Details: https://alpinepeacecrossing.org

Graberhalt Anton Strömer

Anton Strömer, geb. 15.10.1900, war Gewerkschafter und Widerstandskämpfer, wurde von den Nationalsozialist:innen im Wiener Landesgericht am 18.12.1942 hingerichtet und liegt am Kagraner Friedhof begraben. Er war Maschinenformer in den Wiener Metallwerken (Floridsdorf).

Sein Grab wurde vom Wiener Verband vor Jahrzehnten übernommen. 2025 wurde uns mitgeteilt, dass das Grab renoviert werden muss. Der Grabstein von Anton Strömer und seiner Familie war locker und nach vorne geneigt, die Oberfläche bereits leicht von Algen und Krusten bedeckt, die Fugen der Einfassung offen und verschoben sowie die Laternen locker. Im Zuge der Arbeiten wurde der Stein abgebaut, gereinigt, neu verankert und verfugt, die Laternen gesäubert und wieder eingesetzt sowie die Grabfläche begradigt und mit Zierkies versehen.

Die Kosten von 2.200 Euro wurden durch Unterstützung der PRO-GE, des ÖGB-FSG, der Bezirksvertretung Floridsdorf und des Grünen Rathausklubs gedeckt.

Wir danken sehr für die solidarische und breite Unterstützung.

Mehr Infos zu ihm: Willi Weinert, Mein Kopf wird euch auf nicht retten. Wien, 2016, Band. 4, S. 1760 ff.

Volksstimmefest 2025

DANKE an alle Freund:innen und Kamerad:innen des KZ-Verbands für die Mithilfe vor, während und nach dem diesjährigen Volksstimmefest.

Ohne die tatkräftige Hilfe so vieler hinter der Bar, beim Auf- und Abbau des Zeltes, der Verkabelung, Logistik, dem Backen von Kuchen, der Betreuung von Info- und Kuchentisch, der Dekoration, dem Aufräumen oder dem Werben neuer Mitglieder, wäre unser Stand nicht das was er jedes Jahr für viele Antifaschist:innen ist: ein Fixpunkt am schönsten Fest Wiens.

Bilder und ein kurzer Bericht folgen in Kürze. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.

Euer Wiener Vorstand