Klahr Alfred
Klahr Alfred

Ort: Wien 2, Novaragasse 17-19

Text:

IN DIESEM HAUSE LEBTE Gefallen

Dr. ALFRED KLAHR

WÄHREND DER NATIONALSOZIALISTISCHEN

HERRSCHAFT WURDE ER IM ALTER

VON 39 JAHREN IM JULI 1944

VON DEN SS-FASCHISTEN ERMORDET.

ER KÄMPFTE FÜR EIN FREIES,

DEMOKRTISCHES ÖSTERREICH,

FÜR DEN FRIEDEN,

UND FÜR DAS GLÜCK DER MENSCHHEIT.

MÖGEN DIE MENSCHEN

SEIN OPFER VERSTEHEN.

Stifter:

KZ-Verband

Enthüllung:

2. November 1953. Die Gedenkrede hielt der führende KPÖ-Funktionär Franz Marek.

Kurzbiographie:

Dr. Alfred Klahr (geb. 16. 9. 1904), Mitglied des Zentralkomitees der KPÖ und Widerstandskämpfer, war einer der ersten Verfechter des Begriffs der ‚österreichischen Nation‘ und somit ein Vorkämpfer des österreichischen Nationalbewusstseins. Er wurde 1941, mit falschem Personaldokument aus Frankreich kommend, in der Schweiz aufgegriffen und nach Frankreich (Lager Le Vernet) zurückgestellt, von wo aus ihn die Nationalsozialisten nach Auschwitz deportierten. Im Juni 1944 konnte Klahr aus dem KZ flüchten. Einige Wochen später wurde er in Warschau von einer deutschen Streife erschossen.

 

Mastny Fritz
Mastny Fritz

Ort: Wien 14, Gurkgasse 51

Text:

IN DIESEM HAUS WOHNTE DER ÖSTRREICHISCHE

FREIHEITSKÄMPFER

FRITZ MASTNY

JUSTIFIZIERT AM 2. 11: 1943

ER STARB FÜR ÖSTERREICHS FREIHEIT!

Stifter:

KZ-Verband

Enthüllung:

5. November 1950. Die Gedenkrede hielt Franz Danimann.

Kurzbiographie:

Friedrich Mastny (geb. 11. 3. 1921), Handelsangestellter, war führender Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes. Er wurde im Landesgericht Wien enthauptet. Gemeinsam mit Gesinnungsfreunden stellte Mastny illegale Zeitungen des Kommunistischen Jugendverbandes, wie z.B. ‚Rote Jugend‘ und ‚Der Soldatenrat‘, Nr. 1 bis 4, in mehreren tausend Exemplaren her.

 

Stelzel Franz
Stelzl Franz

Ort: Wien 22, Wurmbrandgasse 12

Text:

ZUM GEDENKEN

DES AM 10. 11. 1942

FÜR SEINEN KAMPF

UM EIN FREIES

ÖSTERREICH

VOM HITLERFASCHISMUS

GEMORDETEN

FREIHEITSKÄMPFERS

FRANZ STELZL

Stifter:

Bundesverband österreichischer Widerstandskämpfer und Opfer des Faschismus (KZ-Verband)

Kurzbiographie:

Franz Stelzel (geb. 7. 1. 1903), Maschinenschlosser, wohnte in diesem Haus. Vom Dezember 1934 bis zum März 1935 befand er sich wegen Betätigung für die KPÖ im Anhaltelager Wöllersdorf. Gemeinsam mit anderen Gesinnungsgenossen stellte er während der NS-Zeit in Stadlau illegale Schriften der KPÖ her und verbreitete sie. Im August 1942 wurde Franz Stelzel zum Tode verurteilt und am 10. November 1942 im Landesgericht Wien enthauptet.