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Ein eindrucksvoller Abend zur Geschichte und Ehrung unserer langjährigen Mitglieder

2013_03_20Willi Weinert leitete den Abend mit einem interessanten Referat über die Geschichte des KZ- Verbandes ein. Danach rezitierte Gabriela Schmoll von Mali Fritz “Auch wenn alles verloren scheint“ und von Käthe Leichter ” An meine Brüder in den Konzentrationslagern”, die musikalische Untermalung kam von Maren Rahman. Sie sang Lieder u.a. mit Texten von Jura Soyfer und Toni Bruha. Friedl Garscha erzählte über das Schicksal und den Lebenslauf der zu ehrenden Mitglieder und übergab der anwesenden Kameradin Hilde Fein und den Kameraden Walter Winterberg und Otmar Wundsam ihre Ehrenmitgliedschaft. Unsere Kameradinnen Lotte Brainin, Judith Dürmayer, Friederike Mayröcker, Käthe Sasso und Irma Trksak sowie Kamerad Hugo Brainin konnten aus gesundheitlichen Gründen leider nicht teilnehmen. Ihnen wird die Ehrenmitgliedschaft persönlich überbracht werden. Wir danken allen Geehrten für ihren Einsatz und ihr Engagement für den KZ- Verband und wünschen ihnen noch viele Jahre Kraft und Gesundheit.

Mauthausen Komitee und Antifa-Netzwerk fordern Haimbuchners Rücktritt

 ”Übelste Nazi-Propaganda von FPÖ-Funktionären in Oberösterreich “Auch Landeshauptmann Pühringer muss jetzt klare Worte finden!”

Wien (OTS) – “Es reicht!”, sagt Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). “Fast keine Woche vergeht mehr, ohne dass Leute aus der FPÖ Oberösterreich und ihrem Umfeld durch Neonazi-Aktivitäten auffallen.” „Mauthausen Komitee und Antifa-Netzwerk fordern Haimbuchners Rücktritt“ weiterlesen

Hedwig Maschek (16.12.1921 – 15.2.2013)

Maschek Hedwig
Maschek Hedwig

Am 15. Februar starb Hedwig Maschek, frühere Grusch, geb. Schindler, im 92. Lebensjahr.
Die Verabschiedung von der Verstorbenen findet am 5.3.2013 um 10.30 Uhr in der Feuerhalle Simmering statt.

Aufgewachsen in Weissenbach a. d. Tristing in einer Schlosserfamilie, machte sie in Wien eine Kunstgewerbelehre und arbeitete schließlich als Lampennäherin. Bereits zur Zeit der austrofaschistischen Diktatur schloss sie sich dem illegalen KJV an. Ab Ende 1938 war sie in der Widerstandsgruppe in Wien-Margareten um Alfred Fuchs und  Ernst Allina tätig; ihr unmittelbarer Kontaktmann war Eduard Jaroslavsky, mit dessen Tochter Friederike sie befreundet war. Die KJV-Gruppe versuchte, die Hitlerjugend (HJ und BDM) zu infiltrieren und warb auf Flugblättern „für ein freies und unabhängiges Österreich“. „Hedwig Maschek (16.12.1921 – 15.2.2013)“ weiterlesen

15. März 2013: Zug der Gemeinsamkeit

01_Albertinaplatz_6AUFRUF DES KZ-VERBANDS / LANDESVERBAND WIEN  zum
»ZUG DER GEMEINSAMKEIT«

Wir wollen ein öffentliches Zeichen setzen und am Freitagnachmittag, den 15. März, mit einem Marsch durch die Wiener Innenstadt der Ereignisse vor 75 Jahren gedenken. In Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung von Juden und Jüdinnen, Roma und Sinti, psychisch kranken und behinderten Menschen, von Kriegsgefangenen und ZwangsarbeiterInnen und jener Menschen aus unterschiedlichen politischen Lagern, die unter Lebensgefahr Widerstand leisteten, verstehen wir dieses öffentliche Zeichen als Zug der Gemeinsamkeit.

Uns vereint die Forderung: „Nie wieder“!

Im März jährt sich zum 75. Mal die nationalsozialistische Machtübernahme in Österreich (11.3.), der Einmarsch der deutschen Wehrmacht (12.3.) und die Annexion des Landes durch Hitler-Deutschland (13.3.). Auf den Straßen Wiens wurden Juden und Jüdinnen in einer Weise gedemütigt, die bis dahin beispiellos war.

Tausende Nazi-Gegner und Juden wurden in teilweise provisorisch eingerichteten Haftstätten eingesperrt. 200.000 Wienerinnen und Wiener jubelten auf dem Heldenplatz Hitler zu.

Nach ihrer Wiederherstellung dank des Sieges der alliierten Armeen über Hitler-Deutschland hat die Republik Österreich jahrzehntelang gebraucht um anzuerkennen, dass sie Verantwortung zu tragen hat:

Verantwortung für die Beteiligung unzähliger Österreicher und Österreicherinnen an dem Raubzug an ihren jüdischen NachbarInnen.

Verantwortung für die Denunziation und Verfolgung von Gegnern und Gegnerinnen des NS-Regimes.

Verantwortung insbesondere aber für die Massenverbrechen, die österreichische Angehörige der SS, Polizei und Wehrmacht in den eroberten Ländern sowie in den Konzentrations- und Vernichtungslagern verübt haben.

Wir begrüßen es, dass Bundespräsident und Bundesregierung den 75. Jahrestag zum Anlass nehmen, um der Opfer zu gedenken und jene zu würdigen, die Widerstand leisteten, indem das Gräberfeld der Gruppe 40 auf dem Wiener Zentralfriedhof zum nationalen Mahnmal erklärt wird.

Doch das ist zu wenig. Es ist auch notwendig gemeinsam in und mit der Öffentlichkeit gegen Faschismus in all seinen Erscheinungsformen aufzutreten.

Wir verstehen dieses Gedenken als Auftrag, auch jetzt, heute und hier gegen Faschismus, Unmenschlichkeit und rassistische Gewalt Widerstand zu leisten.

Termin 15. März 2013, 15:00 bis 17:30 Uhr

Treffpunkt: Wien I., Seitenstettengasse / Judengasse

Geplante Route: Seitenstettengasse / Judengasse: 15 Uhr

Stephansplatz: 16 Uhr

Helmut-Zilk-Platz / Albertina (Hrdlicka-Denkmal): 17 Uhr Abschlusskundgebung

 

 Ich unterstütze den Aufruf:

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