Kulturambulanz am Volksstimmefest

Nach einer langen Durststrecke öffnen die KZ-Verbände Wien und Niederösterreich wieder ihr Zelt in der Initiativenstraße am Volksstimmefest. In unserer Kulturambulanz haben wir Freundinnen und Freunde eingeladen, die uns ein buntes Programm bieten, von allem das, was wir in den letzten Monaten schwer vermisst haben. Nicht nur das Gulasch und das Bier, vor allem wieder eine ordentliche Portion Kultur! 

Samstag 4.9. (Änderungen möglich) 

15:00 Rudi Burda – Lesung aus „Sandige Leiten, rote Saat“ musikalisch begleitet von Billy Wotawa
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15:40 Iris Stern – „Geschichten im Ernst“ 
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16:30 Luis Stabauer – Lesung aus „Die Weißen“, musikalisch begleitet von Reinhart Sellner 

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17:20 Maren Rahmann/Laut Fragen 
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Sonntag 5. 9. 

14:00 Kurti Winterstein – Wie immer wird er spontan entscheiden, was er spielt und wie es gerade passt 
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14:50 Georg Tidl – Lesung ____________________________

15:40 Nena Kiesler, Poetry Slam 
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16:30 Rudi Burda und seine Hawara unter dem Motto Liederbegegungen __________________________________________

17:20 Hozan Qamber & Band __________________________________________

Ihr findet uns in der Mitte der Initiativenstraße. Bitte beachtet, dass für den Zutritt ins Zelt – und somit zur Bühne – die 3G Regeln einzuhalten sind. 

Zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion

Vor 80 Jahren, am 22. Juni 1941, überfiel die Deutsche Wehrmacht mit dreieinhalb Millionen Soldaten die Sowjetunion.


Anlässlich des Jahrestages eröffnete der deutsche Bundespräsident im deutsch-russischen Museum in Berlin-Karlshorst eine Ausstellung zum Thema „Dimensionen eines Verbrechens. Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg“. Die Ausstellung dokumentiert das gigantische Mordprogramm der Deutschen Wehrmacht an den sowjetischen Kriegsgefangenen – sie ließ von den insgesamt 5 Millionen gefangen genommenen Soldaten der Roten Armee 3,3 Millionen verhungern, erfrieren oder an Krankheiten zugrunde gehen; 80.000 Sowjetsoldaten wurden erschossen. Dieser Krieg, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, „wirft einen langen Schatten, und in diesem Schatten stehen wir bis heute“.

Siehe: https://www.berliner-zeitung.de/wochenende/frank-walter-steinmeier-im-deutsch-russischen-museum-karlshorst-li.166079


Mehr als eine Viertelmillion der Soldaten dieser Aggressionsarmee waren Österreicher. Hat jemand etwas von österreichischen PolitikerInnen gehört, die diesen Jahrestag in ähnlicher Weise gewürdigt hätten? An die aus Österreich stammenden Soldaten wird bei uns lieber aus Anlass der deutschen Niederlage bei Stalingrad Anfang 1943 erinnert, weil da die österreichischen Wehrmachtssoldaten einen besonders hohen Anteil an den ‚deutschen‘ Gefallenen und in Gefangenschaft Umgekommenen bildeten – klar: Österreicher als Opfer… 
Immerhin: Die „Presse“ veröffentliche einen Beitrag des aus Russland stammenden österreichischen Schriftstellers Vladimir Vertlib, der dafür plädierte, den Tag des Überfalls der Wehrmacht auf die Sowjetunion auch in Österreich zu einem Gedenktag zu machen. Nicht nur wegen des ungeheuren Blutzolls, den dieser Krieg forderte (die historische Forschung geht heute von 27 Millionen Toten auf sowjetischer Seite aus), sondern auch, weil der mit so großen Opfern errungene Sieg über Hitler „das größte Geschenk“ war, das „die Sowjetunion […] der Welt gemacht“ hatte. Ohne diese gewaltige militärische Kraftanstrengung „hätten die Nazi-Herrschaft über Europa und der Zweite Weltkrieg wohl erheblich länger gedauert“. („Ein Leben im Schatten des 22. Juni 1941“, Die Presse 18. Juni 2021)

Lese-Tipp: Ein Aufsatz von Friedl Garscha aus dem Jahre 1991 („Die Sowjetunion am 22. Juni 1941“):

https://kpoe.at/home/positionen/geschichte/1991/die-sowjetunion-am-22-juni-1941

KZ-Verband Niederösterreich und Wien am Volksstimmefest

KZ-Verband Wien und Niederösterreich am schönsten Fest in Wien!
 
Wie jedes Jahr sind wir auch 2019 wieder in der Initiativenstraße zu finden. 2019 kann uns nicht einmal das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. Im neuen Zelt gibts wie gewohnt interessante Informationen zur Gedenk- und Erinnerungskultur, sowie zur antifaschistischen Arbeit an unserem Infotisch. Auch unsere „Nähecke“ wird wieder vor Ort sein, und Patches können direkt und gratis gleich angenäht werden, ihr könnt auch vor Ort zuschauen/mitmachen wie unsere schwarzen Hauben entstehen. Natürlich gibts auch wieder Gulasch, Würschtel, Bier, Schnaps, Wein und auch antialkoholische Getränke. Wer lieber Süßes mag, Szomlauer Nockerl werden frisch geliefert, Kuchen und Kaffee natürlich auch.
Am Samstag 15.00 wird Guiseppe Contra mit special guest Violetta Contra mit uns das Zelt einweihen.
 
Ab 16.00 versäumt bitte nicht den spannenden Vortrag von Martina Renner, dt. Bundestagsabgeordnete „Die Linke“ und fundierte Expertin der Szene zum Thema „Rechtsextreme Netzwerke“ . Martina wird auch die Vernetzungen und Seilschaften nach Österreich beleuchten. Das Einführungsstatement kommt von Birgit Hebein, die beiden Antifaschistinnen werden auch für Fragen zur Verfügung stehen.
 
Sonntag starten wir mit einem Gewitter im Zelt, der Chor „Augustin Stimmgewitter“ wird um 14.00 bei uns auftreten.
 
Danach freuen wir uns um 15.00  Geschichten Im Ernst für ein kurzes Musikset begrüßen zu dürfen..
 
Als Gäste am Infotisch  dürfen wir in diesem Jahr die „Rote Hilfe Wien“ begrüßen, die euch vor Ort informieren wird. Auch liegt die Petition für den Erhalt der Synagoge Gänserndorf zur Unterschrift auf.
Natürlich gibts auch einen besonderen Tipp. Sonntag ab 16.00 auf der GLB Bühne

Spielkameraden/ Rudi Burda und die 68er Rocker

Was stellt man sich unter einem vierblättrigen Trio vor? Zum Beispiel:
Johann Schön (Bass);
Alexander Strohmaier (Perkussion);
Antonis Vounelakos (Gitarre);
und dazu noch Rudi Burda (Klampfe, Gesang, Texte).

Und was kann man sich von sowas erwarten?

Allerlei Reprisen (schon gehört, aber nicht zu oft),
z.B. Woody Guthries wienerische Lieder;
Sicherlich keine Hymne;
Neu Getextetes auf alte Weisen;
Neue Weisen samt neuen Texten;
und jede Menge Spielfreude.

und wer von Geschichen im Ernst nicht genug kriegen kann, kann sie im Anschluss an die Spielkameraden auch auf der GLB-Bühne bewundern 
 
Bis bald

Gedenkveranstaltung für Oskar Grossmann

Grossmann

Liebe Kameradinnen und Kameraden,

liebe Freundinnen und Freunde!

Gemeinsam mit der KPÖ Brigittenau dürfen wir euch herzlichst zur

Gedenkveranstaltung für Oskar Grossmann 

am Samstag, 13. Juli 2019 um 14h

in Einfahrt Haus Denisgasse 39 1200 Wien (GROSSMANNHOF)

einladen.

„Für Frieden und Freiheit“

kämpften österreichische AntifaschistInnen auch in jenen von der Deutschen Wehrmacht eroberten Ländern, in denen sie zunächst politische Zuflucht vor der Verfolgung im eigenen Land gefunden hatten. Viele schlossen sich im besetzten Frankreich der Résistance an und halfen mit, deutsche und österreichische Wehrmachtssoldaten zum Überlaufen zu bewegen.

Oskar Grossmann war einer von ihnen. Geboren am 6. Februar 1903 im nordböhmischen Teplice (damals Teplitz-Schönau), aufgewachsen in Wien, schloss er sich in den 1920er Jahren dem Kommunistischen Jugendverband Österreichs an und wurde 1930 Redakteur der KPÖ-Parteizeitung „Die Rote Fahne“ sowie Mitglied des Zentralkomitees.

Nach der Besetzung Prags durch deutsche Truppen im März 1939 flüchtete er nach Paris, musste aber nach dem deutschen Überfall im Mai 1940 ins unbesetzte Südfrankreich ausweichen, wo er die Aktivitäten der Österreicherinnen und Österreicher in der Résistance (darunter Sabotageaktionen) koordinierte und die unter Wehrmachtssoldaten heimlich verbreitete Zeitschrift „Soldat am Mittelmeer“ herausgab.

Am 27. Mai 1944, nach 22 Uhr, explodierte in einem Vorort von Lyon eine Bombe, die deutschen Wehrmachtssoldaten galt. Grossmann (Deckname „Lucien“) wurde dabei schwer verletzt, er verlor sein Augenlicht.
Die Gestapo brachte ihn in ein Krankenhaus, Versuche der Résistance, ihn dort herauszuholen, scheitern. Die Gestapo fand heraus, um wen es sich bei dem Schwerverletzten handelte. Sie brachte ihn in einen der Folterkeller von Lyon, wo der Gestapofunktionär Klaus Barbie (Schlächter von Lyon) sein Unwesen trieb. Dort, vor 75 Jahren, verlieren sich Grossmanns Lebensspuren.
Oskar Grossmann ist eine jener Persönlichkeiten, die in mehreren Ländern Europas versuchten, den Vormarsch des Faschismus zu stoppen und unter Einsatz ihres Lebens für die Freiheit der Völker und die Wiederherstellung eines unabhängigen, demokratischen Österreich eintraten.

Wir laden Sie ein, mit uns gemeinsam seiner und aller anderen Frauen und Männer des Widerstands zu gedenken!

(foto alfred klahr geselltschaft)

Plätze der Roma ein interaktiver Stadtspaziergang 25.5. 14:00

Diana Dworzack, engagierte Aktivistin des Romano Centro hat diesen Stadtspaziergang entwickelt und wird uns auch begleiten. Der Weg führt uns vom Romano Centro über den Stephansdom bis hin zum Ceija-Stojka-Platz.

Es ist ein geführter interaktiver Spaziergang, deshalb ist es erwünscht, das Smartphone mit dabei zu haben. Ein Teil der Strecke wird mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, bitte Fahrschein oder Jahreskarte nicht vergessen.

Wir treffen einander

am Samstag den 25.5. 2019
um 14.00
beim Romano Centro  in der Hofmannsthalgasse 2, 1030 Wien.
Wir freuen uns auf euer Kommen!