Gemeindebau nach Josef Baldrmann benannt

Aufgrund eines einstimmigen Vorschlags der Bezirksvertretung Wien-Brigittenau wurde der Gemeindebau in der Pasettistraße 9-21 „Josef-Baldermann-Hof“ benannt. An der feierlichen Namensgebung am 17. September 2013 beteiligte sich auch der Wiener KZ-Verband, der dort ein Informationsblatt zu Josef Baldrmann verteilte.

Die Redner auf der gut besuchten Veranstaltung waren Wohnbaustadtrat Michael Ludwig namens der Gemeinde Wien, Bezirksvorsteher Hannes Derfler namens des 20. Bezirks, Hannes Schwantner namens der Arbeitsgemeinschaft der Opferverbände und Kurt Cizek namens der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer/innen Wien-Brigittenau, der auch auf den politischen Lebensweg von Josef Baldrmann einging. Im Anschluss daran verlas der Schauspieler und Regisseur Peter Lodynski Passagen aus dem Urteil des nationalsozialistischen Volksgerichtshofs, den letzten Brief Baldrmanns sowie das Hinrichtungsprotokoll vom 2. März 1943. Josef Baldrmann jun. dankte abschließend für die Ehrung seine Vaters.

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Veranstaltung im Josef-Baldrmann- Hof am 17. Sept. 2013: Es sang der Erste Wiener Gemeindebauchor

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Kurt Cizek, Obmann der Sozialdemokrati- schen Freiheits- kämpfer/innen im 20. Bezirk

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Josef Baldrmann jun., Sohn des Hingerichteten

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Stadtrat Ludwig und Bezirksvor- steher Derfler ent- hüllten die Tafel, links Josef Baldr- mann jun.

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Transparent des Wiener KZ-Verbands vor dem Josef-Baldrmann-Hof

(Die Namensschreibung „Baldermann“ findet sich auf einer Karteikarte der Gestapo und auf einem vor-ausgefüllten Briefpapier des KZ Groß-Rosen. Die korrekte Namensform, die auch in allen Gerichtsdokumenten verwendet wird, ist Baldrmann.)