Woody Guthrie (1912-1967) lässt grüßen

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Sein 50. Todestag gibt Anlass zur Reflexion folgender Fragen:

 

Was für ein Mensch war er?

Was für Zeiten haben ihn zu mehreren Tausend Liedern gedrängt?

Woher bezog er seine Inspiration?

Wie ging er mit Quellen um?

Wie gehen wir mit ihm als Quelle um?

 

Das klingt jetzt wahrscheinlich viel intellektueller, als ihm selber recht gewesen wäre.

Demokratische Liedkultur war für ihn eine Sache des Engagements für die Interessen der kleinen Leute in den USA der 1930er und 40er-Jahre. Zusammen mit Zeitgenossen (z. B. Pete Seeger und Huddie Ledbetter) tingelte er von Gewerkschaftsversammlung zu Protestdemonstration, von Streik-Meeting zu antifaschistischer Kundgebung – rastlos und immer provokant: In New York inszenierte er sich als einfach gestrickter Hillbilly und Country-Sänger, in den Weiten des amerikanischen Mid West gab er den Bohemien. Als er vor seinem Tod mehr als zehn Jahre im Krankenhaus verbrachte (Diagnose: Huntington), hatte ihn der sogenannte Zeitgeist längst in die Vergessenheit verdammt. Erst die Protagonisten des Folklore-Revivals ab Mitte der 1960er ernannten ihn zu ihrer Ikone – etwas glattgebügelt und in radiotaugliche Formate flachgepresst.

 

Es ist Zeit, den ganzen Woody Guthrie zu würdigen, mit all seinen Kanten und seiner Starrköpfigkeit, seinen Geschichten und seiner beispiellosen Schaffensfreude. Die unten angeführten Veranstaltungen (andere werden noch folgen und extra angekündigt) sollen diesem Zweck dienen.

 

Freitag, 13. Oktober — Alberts Bücherlager — Drei Griff und die Wohrheit

Ein Versuch, Woodys Lieder für heute produktiv zu machen – durch teilweise ins Wienerische übersetzte Texte und eigenwillige Interpretationen.

 

Wien 12,

Aichholzgasse 19

 

Beginn: 19 Uhr

 

Mitwirkende:           Rudi Burda

Albert Dlabaja

Iris Stern

Günter Pini

Billy Wotawa

 

 

Mittwoch, 18. Oktober — Werkl im Goethehof — Momentaufnahmen

Ein Versuch, Woodys Beispiel zu folgen und musikalisch individuelle Geschichten erfolgreichen und gescheiterten Widerstands zu erzählen.

 

Wien 22,

Schüttaustraße 1

 

Beginn: 19 Uhr

Mitwirkende:           Rudi Burda

 

 

 

Mittwoch, 15. November — Werkl im Goethehof — Drei Griff und die Wohrheit

Ein Versuch, Woodys Lieder für heute produktiv zu machen – durch teilweise ins Wienerische übersetzte Texte und eigenwillige Interpretationen.

 

Wien 22,

Schüttaustraße 1

 

Beginn: 19 Uhr

 

 

Mitwirkende:           Rudi Burda

Albert Dlabaja

Alexandar Petkov

Hans Schön

Iris Stern

Günter Pini

Antonis Vounelakos

Billy Wotawa