Auflösung der Grabstätte von Ernst Kirchweger verhindern!

 

Ernst-Kirchweger

Liebe Kameradinnen und Kameraden,

liebe Freundinnen und Freunde,

Vor wenigen Tagen erreichte uns die Nachricht, dass die Grabstättevon Ernst Kirchweger am Wiener Zentralfriedhof aufgelöst werden soll. Die Frist ist bereits abgelaufen und der Grabstein wurde bereits zwecks Entfernung markiert.

Uns Allen ist bewusst wie wichtig es ist, gerade in Zeiten wie diesen, die Erinnerung an Ernst Kirchweger und die Umstände seiner Ermordung aufrecht zu erhalten, daher  haben wir uns entschieden, gemeinsam mit der KPÖ (2 Drittel, 1 Drittel) die Grabstätte zu übernehmen. Nutzer der Grabstätte wird der KZ-Verband Wien sein und natürlich auch die Kosten für die Grabpflege und eventueller Renovierungen des Grabsteines (wenn notwendig) übernehmen.

Wir haben jetzt einen Aufschub von wenigen Tagen erhalten um die Grabstätte als KZ-Verband/VdA Wien zu übernehmen und uns daher zu diesem Schritt entschieden.

Das ist natürlich mit einem finanziellen Aufwand verbunden, welcher in unserem Budget für 2018 nicht geplant war.

Wir bitten daher um eine Spende im Rahmen Ihrer/Euer Möglichkeiten an folgende Bankverbindung

 

BAWAG P.S.K., IBAN: AT04 1400 0018 1076 3597

Verwendungszweck: Ernst Kirchweger

 

Über die weiteren Schritte werden wir Euch bei unserem Jour Fix und im nächsten Rundbrief auf dem Laufenden halten.

Mit antifaschistischen Grüßen

Dagmar Schindler

Obfrau

Frieden Freiheit Frauenrechte – 9.10.2018 Alberts Bücherlager

Tidl

Wir freuen uns Georg Tidl in Alberts Bücherlager begrüßen zu dürfen, er präsentiert sein Buch über den beeindruckenden Lebenslauf der Widerstandskämpferin Marie Tidl, seiner Mutter

Leben und Werk der österreichischen Schriftstellerin Marie Tidl 1916-1995

Lernen und Studieren war in den Gefängnissen und Lagern des Nationalsozialismus auch eine Überlebensstrategie. In der Haft die eigene Dissertation zu verfassen, blieb Marie Tidl vorbehalten. Eine sensationelle Leistung, die sie mithilfe ihrer Mutter vollbrachte, die an ihrer Stelle die Vorlesungen besuchte und ihr die Bücher aus den Bibliotheken ins Gefängnis brachte.
Georg Tidl zeichnet die Lebensgeschichte einer mutigen, begabten, konsequenten Frau nach, die seine Mutter war und in ihren Schriften, Prosaarbeiten, Gedichten nie aufgehört hat, gegen die Überwältigung durch das Unmenschliche anzukämpfen. Marie Tidl liebte die einfachen Menschen, die kleinen Leute. Sie lebte, um fortzusetzen, was unvergessene Opfer des Widerstands begonnen hatten.

Eine Veranstaltung der KZ-Verbände Niederösterreich und Wien
Dienstag 9. Oktober 2018
Beginn 19.00 Uhr
Alberts Bücherlager, Aichholzgasse 19, 1120 Meidling (Kellerlokal)

Veranstaltung – KZ Verband Niederösterreich und Wien am Volksstimmefest

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Traditionell findet am letzten Wochenende vor dem Schulbeginn wieder das traditionelle Volksstimmefest auf der Jesuitenwiese statt. Auch wir sind in diesem Jahr wieder vor Ort und stellen unseren Stand unter das Zeichen der Solidarität und der Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten. Neben den KZ Verbänden Niederösterreich und Wien werden in diesem Jahr auch wieder unsere Freundinnen und Freunde aus Kärnten mit der Initiative „no ustasa“unter Beteiligung des KZ-VerbandesKärnten. Unsere Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Motorradclub „Kuhle Wampe Vienna“ . 

Wir werden auch in diesem Jahr mit einem bunten, breitgefächterten Programm vor Ort sein und natürlich sorgen wir auch wieder fürs leibliche Wohl. Im Unterschied zu den Vorjahren werden wir 2018 unser Programm nicht auf die Bühne verlegen sondern direkt am Stand Lesungen und musikalische Schmankerl organisieren.

Kommt vorbei auf Gulasch, Würstel, Bier, Wein, Sturm, Kaffee und Kuchen. Wenn ihr rechtzeitig vorbeikommt könnt ihr vielleicht auch noch eine süße Überraschung unserer Obfrau aus ihrer burgenländischen Heimat kosten

Programm:

 

Samstag 1. September

15:00 Chor „Trotz alle dem“

16:00 Auftakt der Initiative „heißer Herbst“ (Platz zwischen KJÖ und KZ-Verband)

17:00 Buchpräsentation „ Unbeugsam & Unbequem

Debatten über Handlungsräume und Strategien gegen die extreme Rechte

Das Debatten-Buch zeigt antifaschistische, widerständige Praxen auf und diskutiert Strategien, um eine handlungsfähige Gegenöffentlichkeit gegenüber der erstarkenden extremen Rechten zu schaffen. Dabei werden rechtliche, mediale, aktionistische sowie politstrategische Möglichkeiten gemeinsam mit Akteur*innen besprochen. Mit welchen widerständigen Strategien kann man der modernisierten extremen Rechten praktisch entgegen treten?

Kathrin Glösel, Hanna Lichtenberger: Unbeugsam & Unbequem. Debatten über Handlungsräume und Strategien gegen die extreme Rechte

Sonntag 2. September

 

12:00Buchpräsentation „Buchengasse 100“ mit Gitti Tonka

Geschichte einer Arbeiterfamilie

Mit „Buchengasse 100“ ist Oswalda Tonka ein Meisterwerk zur österreichischen Arbeitergeschichte gelungen, literarisch anspruchsvoll, packend erzählt und historisch detailgetreu. Die Sokopp-Tonkas waren über 100 Jahre lang an zeitgeschichtlichen Brennpunkten zugegen.

 

15:00 Chor „Trotz alle dem“

 

17:00In Memoriam Hans Hautmann 1943- 2018

Lesung von ausgewählten Texten durch junge Kameradinnen und Kameraden.

Politische Rechtsentwicklung in Europa, Veranstaltung in Alberts Bücherlager

Mittwoch 15. August Beginn 17.00

1120 Wien, Aichholzgasse 19/Kellerlokal

Es ist keine neue Erkenntnis, dass in der Europäischen Union in verschiedenen Ländern und in den Länderregierungen extrem rechte Parteien und rechtspopulistische Bewegungen – z.T. mit großem Einfluss – unterwegs sind. Vor dem Hintergrund der kommenden Wahlen zum Europäischen Parlament soll sich diese Veranstaltung it den politischen Verhältnissen in verschiedenen europäischen Ländern in Ost und West beschäftigen.

Dr. Ullrich Schneider ist seit Jahrzehnten zu diesem Thema sowohl in Deutschland als auch international in der VVn und der FIR tätig. Es wird aber auch zeigen, welche Formen des antifaschistischen Widerstandes es in den betreffenden Ländern bereits git, welche Rolle dabei Gewerkschaften, politische Parteien, antifaschistische Verbände und andere Teile der „Zivilgesellschaft“ spielen und in welcher Richtung gemeinsames politisches Handeln weiterzuentwickeln wäre.

Hans Hautmann 22.8. 1943 – 3. 7. 2018

In tiefer Trauer müssen wir Euch mitteilen, dass unser Kamerad Univ. Prof. Dr. Hans Hautmann gestern, nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist.

Hans war uns immer ein treuer Weggefährte und mit dem Wiener Verband eng verbunden.

Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Frau Claudia Kuredsidis-Haider und seinen Söhnen, sowie der ganzen Familie.

Wir trauern nicht nur um den  bedeutenden marxistischen Historiker der Geschichte der österreichischen Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung, sondern auch um unseren Freund.

Mit dem Foto unseres letzten gemeinsamen Zusammenkommen am Schwarzenbergplatz, zur Feier der Befreiung am 9. Mai wollen wir die Erinnerung  an unseren Kameraden  Univ.Prof. Dr. Hans Hautmann wach halten. 32191382_991078474406557_1015809316541693952_n

Hier der Link zum Nachruf, den unser stellvertetender Obmann Dr. Winfried Garscha auf der Webseite der Alfred-Klahr-Gesellschaft veröffentlicht hat und der das Leben und  Wirken von Hans Hautmann aufzeigt http://www.klahrgesellschaft.at/Hautmann_Nachruf.html

Tot ist nur wer vergessen wird!

Demo „Nein zum 12-Stunden-Tag

„Nie wieder“ heißt auch sich nie wieder die erkämpften Rechte nehmen zu lassen, 8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Freizeit, 8 Stunden Schlaf. Daher ist es eine Verpflichtung für uns sich solidarisch mit den Gewerkschaften im Kampf gegen die Verschlechterungen durch diese Regierung zu zeigen und zur Demo aufzurufen. Die Asche bewahren, das Feuer weitertragen, am Samstag um 14.00 am Westbahnhof!

 Bild könnte enthalten: Text

Jour Fix 13.6. , 18.00

 

Schutzbundkinder in der Sowjetunion“ und „ÖsterreicherInnen in der Roten Armee“
Präsentation zweier Dokumentationen mit Charlotte Rombach 

Was internationale Solidarität bedeutet, erfuhren 120 österreichische Kinder aller Altersstufen, deren Väter bzw. Eltern nach der Niederlage der österreichischen Arbeiter im Februar 1934 verhaftet, eingesperrt oder ermordet wurden. Sie erhielten, wie auch viele Schutzbundkämpfer, welche in die CSR fliehen konnten, von der Sowjetunion Asyl. Von der Stadt Moskau aufgenommen, in einem eigens für sie adaptierten Kinderheim untergebracht, verlebten sie dort einige sorglose Jahre. Als Kinder der „Helden des Februar 1934“ wurden sie verwöhnt, erhielten die Möglichkeit zu studieren oder einen Beruf zu erlernen. Das Leben der meisten Kinder nahm dann durch den Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion und den Ausbruch des 2. Weltkriegs eine unerwartete Wende. In den 12 Jahren Exil wurden viele von ihnen KommunistInnen, einige verteidigten ihre zweite Heimat in der Roten Armee.

Hier überschneiden sich die beiden Bücher – denn 15 Schutzbundkinder, die bereits Jugendliche waren, traten in der Sowjetunion nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die SU der Roten Armee bei, kämpften als Partisanen in verschiedenen Formationen gegen die Faschisten.

In dem Buch über Österreicher in der Roten Armee führe ich 122 Biografien von Schutzbundkämpfern und Antifaschisten an, von denen die meisten an den Februarkämpfen 1934 teilgenommen haben. Viele von ihnen kämpften danach in Spanien in den Internationalen Brigaden gegen die Franco-Faschisten. In der Sowjetunion setzten sie in der Roten Armee ihren Kampf gegen den Faschismus fort.

Mit der Biografie meines Vaters, Heribert Hütter, zeige ich den Werdegang eines einfachen Buben vom Land zu einem politischen Menschen – sozialdemokratischer Gewerkschafter, Schutzbundkämpfer, Kommunist, in der Sowjetunion Rotarmist, antifaschistischer Lehrer und nach 1945 Arbeiterfunktionär in Österreich.

Charlotte Rombach

Blumen statt Hetze!

Wo: Denkmal für die Opfer der NS Militärjustiz „Deserteursdenkmal“ Ballhausplatz, Wien

Wann: Donnerstag 3. Mai ab 18.00

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Rund um die Feierlichkeiten zur Befreiung vom Nationalsozialismus  wollen die Landesverbände Niederösterreich und Wien den Menschen, die der NS-Militärjustiz zum Opfer gefallen sind, ein deutliches Danke!“sagen“.

Wir werden uns um 18.00 am Ballhausplatz versammeln und am Denkmal Blumen niederlegen und Kerzen aufstellen. Das soll auch dazu dienen, das Denkmal bewußt sichtbar zu machen und unsere Antwort auf den Missbrauch durch rechte Gruppierungen sein! Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Erst vor kurzem fand wieder eine Veranstaltung rechtsextremer Gruppen am Denkmal statt, die es als Rednerpult für ihre Hetze und ihre Verschwörungstheorien missbrauchen. Wir wollen mit dieser Kundgebung das Denkmal und die Erinnerung an die Wehrmachtsdeserteure in den Mittelpunkt rücken. Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

 

Keine Rechtsextremen auf „unserem“ Denkmal!

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Personen, die stehen, Baum und im Freien

Nach dem Aufmarsch von rechtsextremen Gruppierungen wurde seitens der Gemeinde Wien und der Wiener Polizei angekündigt, das Denkmal für die Opfer der NS-Militärjustiz in Zukunft zu sichern und nicht als Rednerpult missbrauchen zu lassen. Einzig für Gedenkveranstaltungen der Opferverbände (im Artikel wird leider nur der KZ-Verband erwähnt) sollte das nicht der Fall sein. Heute wurden wieder Menschen pauschaliert verurteilt, die Justiz, die Polizei und die Medien in den Dreck gezogen und das Denkmal mit Plakaten und Fahnen verschandelt. Jene, die die Ideologie der Täter vertreten – in diesem Fall Rednerinnen der AfD und Schreiberlinge rechter Blätter, haben das Andenken an die Befreier von der NS-Diktatur mit Füßen getreten. Wir protestieren dagegen auf das Deutlichste! https://derstandard.at/2000030997047/Deserteursdenkmal-Kuenftig-Tretgitter-bei-allen-Demos