no pasarán – ein Rückblick

Die Serie im November 2016 sollte die Geschehnisse in Spanien im Jahr 1936 und danach mit Liedern, Augenzeugenberichten und Bildern in Erinnerung rufen.
Die drei Abende mit künstlerischem Programm werden den Anwesenden noch lange in Erinnerung bleiben:
die DVD-Präsentation über Hans LANDAUER, musikalisch umrahmt von der WERKSkapelle & Chris PETERKA;
die Lesung aus dem jüngsten Buch von Erich HACKL ‚So weit uns Spaniens Hoffnung trug‘, wieder musikalisch begleitet durch die WERKSkapelle & Hozan QAMBER mit Band;
sowie schließlich die Lesung mit Gabriela SCHMOLL und den musikalischen Darbietungen von Stefan FOIDL und den GEGENSTIMMEN.
Drei Proben zum Nachhören bzw. –schauen:
www.youtube.com/watch?v=OYJolmjZZi8
(ein aufwendiger und vielseitig gestalteter Video-Rückblick auf die Veranstaltungsreihe – vielen Dank an Renate Sassmann für die Stunden am Mischpult!)

(gesungen von Rudi BURDA am 11. Nov. 2016 im Bücherlager)

(gesungen von Peter SCHMID am 18. Nov. 2016 im Amtshaus Meidling)

Die Gaskammer von Mauthausen und § 3g des Verbotsgesetzes

Am 27. April 1945 erließ die in Wien gebildete Provisorische Regierung die Unabhängigkeitserklärung. Im Reichsgau „Oberdonau“ befielt Nazi-Gauleiter Eigruber, am nächsten Tag 43 politische Häftlinge in der Gaskammer umzu­bringen, „damit die Alliierten in den Alpengauen keine aufbauwilligen Kräfte vorfinden.“ Nur einer konnte gerettet werden; an die 42 Ermordeten er­in­nert eine Gedenktafel an der „Klagemauer“ der KZ-Gedenkstätte, vor der jedes Jahr eine Kundgebung des KZ-Verbands stattfindet.

Aus der Web-Site Forum OÖ Geschichte des OÖ Landesarchivs:
Erst danach „ließ die SS die technischen Einrichtungen der Gaskammer demontieren und be­lastendes Material verbrennen, um am 2. und 3. Mai das Lager zu verlassen und die Bewachung der Wiener Feuerschutzpolizei zu übergeben“.

„Der Standard“ (2.11.2016) zur Vorgeschichte:

Ein 33-Jähriger stand kürzlich wegen Wiederbetätigung vor Gericht. Grund war ein hasserfülltes Posting im Internet, in dem er die NS-Zeit zurücksehnt und erklärt, er würde als „erster Heizer in Mauthausen“ zur Verfügung stehen. Das Verfahren endete mit einem Freispruch für den Angeklagten – und einer Anklage gegen seinen Verteidiger.
Der Anwalt – der zuvor in erster Linie mit Zivilrechtssachen befasst war – hatte in seinem Schlussplädoyer nämlich unter anderem dargelegt: „Es ist strittig, ob in Mauthausen Vergasungen und Verbrennungen stattgefunden haben. Was man seinerzeit in Mauthausen zu Gesicht bekommen hat, ist eine sogenannte Gaskammer, die nachträglich eingebaut wurde. Unbekannt ist, ob dort jemals eine Gaskammer vorhanden war.“

Danach führte er noch kurz aus, dass in der Tötungsanstalt Hartheim Vergasungen erwiesen seien, im Konzentrationslager Mauthausen nicht.
Mit der Causa wurde der Weisungsrat im Justizministerium befasst – ein unabhängiges Gremium, das Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) Anfang des Jahres installiert hat, damit es ihn in Weisungsfragen berät. Um den Ruch politischer Einflussnahme zu neutralisieren, erklärte er, sich an die Empfehlungen des Gremiums stets halten zu wollen.
In der gegenständlichen Causa, die dem Weisungsrat als „Fall außergewöhnlichen Interesses“ vorgelegt wurde, entschied der Beirat, dass die Staatsanwaltschaft Wels zurückgepfiffen und die Anklage eingestellt gehört.
„In einem anderen Zusammenhang können diese Aussagen sehr wohl eine gröbliche Verharmlosung der Gräuel des Nationalsozialismus darstellen“, sagt Werner Pleischl, Vorsitzender des Weisungsrats im Gespräch mit dem STANDARD, „doch dieser Anwalt ist noch nie durch rechtes Gedankengut aufgefallen, und er hatte die Aufgabe, jemanden wegen einer wesentlich gröberen Aussage zu verteidigen.“ Darüber hinaus sei das Plädoyer verschriftlicht im Protokoll eineinhalb Seiten lang, nun betroffen seien wenige Sätze. Der Impetus des Pflichtverteidigers sei bestimmt nicht die Leugnung des Holocausts gewesen, sagt Pleischl. „Ich bin überzeugt, er wäre in einem Strafverfahren dafür nicht verurteilt worden.“
Viele sind da anderer Meinung: Die Grünen bezeichnen die Aufhebung der Anklage als „inakzeptabel und unverständlich“ und haben bereits eine parlamentarische Anfrage zum Thema angekündigt. Das Mauthausen Komitee Österreich und antifaschistische Netzwerke sprechen vom „Abwürgen“ eines berechtigten Verfahrens und von „Verharmlosung“.
Am Dienstag [1.11.] hat sich dann das Justizministerium selbst eingeschaltet: Christian Pilnacek, Leiter der Strafrechtssektion, erklärte im Ö1-Morgenjournal er halte die Entscheidung des Weisungsrates für falsch. Der Fall hätte vor einem Geschworenengericht entschieden werden müssen. Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) meldete sich via Facebook: „Es ist für mich inakzeptabel, dass Massenmord und Gaskammern im größten Konzentrationslager Österreichs geleugnet werden.“
Minister Brandstetter verteidigt hingegen die umstrittene Entscheidung des Weisungsrats: Sie sei „vertretbar und plausibel“, wenngleich klar sei, „dass ich mit solchen Entscheidungen keine Freude habe“, äußerte er sich am Mittwoch vor dem Ministerrat zur Causa.

In der von Generalprokurator Werner Pleischl vorgetragenen Begründung des Weisungsrates für seine Empfehlung hieß es, der Verteidiger habe ein oder zwei Sätze gesagt, die historisch falsch sind, aber nicht den Holocaust an sich geleugnet“. Und was steht im Gesetz?

3h Verbotsgesetz lautet:

Nach § 3g wird auch bestraft, wer in einem Druckwerk, im Rundfunk oder in einem anderen Medium oder wer sonst öffentlich auf eine Weise, daß es vielen Menschen zugänglich wird, den nationalsozialistischen Völkermord oder andere nationalsozialistische Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet, gröblich verharmlost, gutheißt oder zu rechtfertigen sucht.

Die Menschenvernichtung in Mauthausen zu leugnen ist zwar – da mag der Generalprokurator Recht haben – keine „Leugnung des Holocaust an sich“, aber das Verbotsgesetz sieht wortwörtlich die Bestrafung von Personen vor, die „auf eine Weise, daß es vielen Menschen zugänglich wird“ den NS-Völker­mord „oder andere nationalsozialistische Verbrechen gegen die Menschlich­keit leugnet“ oder „gröblich verharmlost“. Was soll die Infragestellung der Gaskammer in Mauthausen denn sonst sein?
Ein Verteidiger, der auf diese Weise die Interessen seines Mandaten zu wahren versucht, schießt nicht übers Ziel hinaus, wie der Herr Generalprokurator meint, sondern identi­fiziert sich mit der strafbaren Handlung seines Mandaten und gehört daher selbst auf die Anklagebank!

 

75 Jahre Überfall Hitler-Deutschlands auf die UdSSR

Vor 75 Jahren, am frühen Morgen des 22. Juni 1941, überfiel Hitler-Deutschland mit drei Millionen Soldaten, viertausend Panzern und zweieinhalbtausend Flugzeugen die Sowjetunion. Teil des mit beispielloser Brutalität geführten Vernichtungskriegs gegen den „jüdischen Bolschewismus“ waren der millionenfache Massenmord an der sowjetischen Zivilbevölkerung, in erster Linie Jüdinnen und Juden, durch die Einsatzgruppen von Sicherheitspolizei und SS und an mehr als drei Millionen gefangenen Rotarmisten durch die Deutsche Wehrmacht.

Die sowjetische Führung unter Stalin hatte den Krieg durch die Modernisierung der Ausrüstung der Roten Armee vorbereitet. Der Massenterror der vorangegangenen Jahre, dem allein 40.000 Offiziere zum Opfer gefallen waren, hatte die Verteidigungsfähigkeit des Landes jedoch beträchtlich geschwächt; die Konzentration der Entscheidungsgewalt auf eine einzige Person hatte dort katastrophale Folgen, wo diese – wie Stalin in den ersten Kriegsmonaten – fatale Fehlentscheidungen traf. Erst unmittelbar vor Moskau konnte der deutsche Vormarsch gestoppt werden.

Der Heldenmut von Millionen sowjetischer Soldaten, die einen zunächst fast aussichtslos erscheinenden Abwehrkampf führten, und eine gewaltige Welle des Engagements der sowjetischen Zivilgesellschaft, die nicht auf „Befehle von oben“ wartete, verhinderten den von den Nazis bereits für die ersten Wochen erwarteten Zusammenbruch der UdSSR. Es war ein Lied, in dem alle Überzeugungen, Gefühle und Hoffnungen zusammenflossen, die die sowjetische Gesellschaft zu diesem mörderischen Kraftakt befähigten: Ein religiös gefärbter, trotziger Patriotismus, der an die in der russischen Bevölkerung nach wie vor lebendige Erinnerung an die Abwehr Napoleons 1812 anknüpfte, vermengte sich mit der Überzeugung, einen Abwehrkampf gegen die faschistische Barbarei im Interesse der ganzen Menschheit zu führen. Dieses Lied, „Swjaschtschénnaja Wojná“ („Der Heilige Krieg“) wurde erstmals vom 300-köpfigen Rotarmisten-Ensemble am 26. Juni 1941 vor dem Weißrussischen Bahnhof in Moskau gesungen, von wo aus Freiwillige an die Front fuhren. Es wurde so etwas wie die Hymne der Sowjetischen Armee. Mit diesem Lied beginnen wir unsere Gedenkveranstaltung am 18. Juni um 18 Uhr in der Volkshochschule Hietzing.

Gedenkfahrt nach Engerau

Sonntag, 17. April 2016: 16. Gedenkfahrt nach Engerau / Bratislava-Petržalka

Die Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz führt jedes Jahr eine Gedenkfahrt zu den Gedächtnisorten des ehemaligen Lagers für ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter in Engerau (Petržalka) in Bratislava durch, wo Hunderte Häftlinge von – meist Wiener – SA-Männern und Gestapobeamten ermordet wurden. Der KZ-Verband Wien ist seit drei Jahren Mitveranstalter dieser Gedenkfahrt.
Vor der Gedenkfeier beim Mahnmal auf dem Friedhof in Petržalka (11 Uhr) findet in diesem Jahr beim ehemaligen Teillager „Leberfinger“ im Aupark die Enthüllung eines Gedenksteines für die Opfer des Lagers Engerau, errichtet von der Stadtgemeinde Bratislava statt (9.30 Uhr).
Weitere Gedenkveranstaltungen in Österreich folgen am Nachmittag: Wolfsthal (13 Uhr) und Bad Deutsch-Altenburg (16 Uhr).

Treffpunkt: 7.45 Uhr, Praterstern/Ecke Heinestraße
(Rückkehr nach Wien ca. 18 Uhr)

Anmeldung:
E-mail: claudia.kuretsidis@nachkriegsjustiz.at oder telef. im DÖW (22 89 469 / 315)

Details auf der Web-Site der Forschungsstelle Nachkriegsjustiz

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Biedermann Karl, Huth Alfred, Raschke Rudolf
Biedermann Huth Raschke

Ort: Wien 21, Am Spitz, Amtshaus

Text:

SIE KÄMPFTEN UND STARBEN FÜR IHR VATERLAND

DEN ÖSTERREICHISCHEN FREIHEITSKÄMPFERN

MAJOR KARL BIEDERMANN

HAUPTMANN ALFRED HUTH

OBERLEUTNANT RUDOLF RASCHKE

ZUM GEDENKEN,

DIE AM 8. APRIL 1945 IN FLORIDSDORF AM SPITZ VON

DEN SCHERGEN DES NATIONALSOZIALISMUS HINGERICHTET

WURDEN

SIE GABEN IHR LEBEN UM DIE ZERSTÖRUNG WIENS IN DEN

LETZTEN KRIEGSTAGEN DES JAHRES 1945 ZU VERHINDERN

Stifter:

Bezirksgruppe Floridsdorf des Bundesverbandes Österreichischer Widerstandskämpfer und Opfer des Faschismus (KZ-Verband)

Enthüllung:

8. April 1950. Die ursprüngliche Tafel musste 1962 aus verkehrstechnischen Gründen abgetragen und nachträglich erneuert werden.

Kurzbiographien:

Major Karl Biedermann (geb. 11. 8. 1890), Hauptmann Alfred Huth (geb. 30. 8. 1918), und Oberleutnant Rudolf Raschke (geb. 21 .6. 1923), waren Mitglieder einer österreichischen Widerstandsgruppe im Wehrkreiskommando XVII, die eine kampflose Übergabe Wiens an die Rote Armee vorbereitete. Verraten und festgenommen, wurden Biedermann, Huth und Raschke am 6. bzw. 8 April 1945 von Standgerichten zum Tode verurteilt und am 8. April Am Spitz öffentlich gehängt.

 

 

Burger Ernst

Ort:        Wien 14, Matznergasse 14

An diesem Haus befindet sich heute keine Tafel. Sie wurde im Zuge einer Hausrenovierung entfernt.

Dokumentierter Text:

IN DIESEM HAUSE WOHNTE

DER ÖSTERREICHISCHE FREIHEITSKÄMPFER

ERNST BURGER

ERMORDET IM K. Z. AUSCHWITZ AM 30. 12. 1944.

SEIN TOD IST UNS MAHNUNG UND VERPFRLICHTUNG.

Stifter:

Landesverband der österreichischen KZ-ler

Enthüllung:

31. Dezember 1949.

Kurzbiographie:

Ernst Burger (geb. 16. 5. 1915), Kontorist, zunächst Funktionär der sozialdemokratischen Roten Falken, war ab 1934 führendes Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes. Wegen seiner Widerstandstätigkeit – sowohl gegen den autoritären ‚Ständestaat‘ als auch gegen das NS-Regime – wurde er mehrmals verhaftet. Er zählte zu den Stützen der geheimen Widerstandsgruppe im KZ Auschwitz. Gemeinsam mit den Österreichern Rudolf Friemel und Ludwig Vesely sowie zwei polnischen Häftlingen wurde er am 30. Dezember 1944 vor den angetretenen Häftlingen auf dem Appellplatz des KZ Auschwitz gehängt.

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Deutsch Arnold
Deutsch Arnold

Ort: Wien 2, Schiffamtsgasse 20

Text:

IN DIESEM HAUSE LEBTE

DR. ARNOLD DEUTSCH

WÄHREND DER NATIONALSOZIALISTISCHEN

HERRSCHAFT WURDE ER IM ALTER

VON 38 JAHREN IM NOVEMBER 1942

VON DEN SS-FASCHISTEN ERMORDET.

ER KÄMPFTE FÜR EIN FREIES

DEMOKRATISCHES ÖSTERREICH,

FÜR DEN FRIEDEN,

UND FÜR DAS GLÜCK DER MENSCHHEIT.

MÖGEN DIE MENSCHEN

SEIN OPFER VERSTEHEN.

Stifter:

KZ-Verband

Enthüllung:

2. November 1953. Die Gedenkrede hielt Fritz Mautner.

Kurzbiographie:

Dr. Arnold Deutsch (geb. 21. 5. 1904), promovierter Chemiker, schloss sich der KPÖ an und trat 1932/33 in Moskau in den Dienst des sowjetischen Geheimdienstes. Im April 1934 reiste Deutsch nach England und wurde einer der wichtigsten Mitarbeiter der sowjetischen Spionagezentrale in London. Laut Augenzeugenbericht erlitt Deutsch am 7. November 1942 bei der Torpedierung des Schiffes ‚Donbass‘ im Atlantik tödliche Verletzungen.

 

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Friemel Rudolf
Friemel Rudolf

Ort: Wien 10, Ernst Ludwig-Gasse 8, Mithlingerhof, Stiege 1

Text:

IN DIESEM HAUSE WOHNTE

DER ÖSTERREICHISCHE FREIHEITSKÄMPFER

RUDOLF FRIEMEL

ERMORDET IM KZ AUSCHWITZ AM 30. 12. 1944

SEIN TOD IST UNS MAHNUNG U. VERPFLICHTUNG.

LANDESVERBAND DER ÖSTERREICHISCHEN K.Z.-LER.

Stifter:

Landesverband der österreichischen KZ-ler.

Enthüllung:

31. Dezember 1949.

Kurzbiographie:

Rudolf Friemel (geb. 11. 5. 1907) war Mitglied der Revolutionären Sozialisten und Soldat der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg. Er zählte zu den Stützen der geheimen Widerstandsgruppe im KZ Auschwitz. Gemeinsam mit den Österreichern Ernst Burger und Ludwig Vesely sowie zwei polnischen Häftlingen wurde er am 30. Dezember 1944 vor den angetretenen Häftlingen auf dem Appellplatz des KZ Auschwitz gehängt.

 

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Grünbaum Fritz
Grünbaum Fritz

Ort: Wien 1, Wollzeile 36 (Kabarett ‚Simpl‘

Text:

IN DIESEM HAUSE WIRKTE

DER GROSSE KÜNSTLER

FRITZ GRÜNBAUM

* 7. 4. 1880     † 14. 1. 1941

 

ER WAR EIN GUTER ÖSTERREICHER

UND HAT FÜR DIESES BEKENNTNIS

IM KONZENTRATIONSLAGER

DEN TOD GEFUNDEN.

ER WOLLTE IN SEINER

MENSCHENLIEBE

NICHT AN DAS GRAUEN GLAUBEN

DEM ER DANN SELBST ZUM OPFER FIEL.

Stifter:

KZ-Gemeinschaft Dachau, Lagergemeinschaft Buchenwald.

Die ursprünglich angebrachte Steintafel wurde 2004 im Zuge des Umbaues des Kabaretts ‚Simpl‘ von den Theaterbetreibern durch eine Glasafel ersetzt. Dabei wurde auch das Todesdatum berichtigt.

Enthüllung:

19. April 1955. Die Enthüllung nahm der Präsident der Künstlergewerkschaft Emmerich Arleth vor.

Kurzbiographie:

Fritz Grünbaum (laut Standesamt Dachau: Friedrich Franz Grünbaum, geb. 7. 4. 1880) war Schriftsteller und Künstler im Wiener Kabarett ‚Simpl‘. Er war als Betroffener der Nürnberger (‚Rassen‘-)Gesetze Häftling in den KZ Buchenwald und Dachau, wo er an den Folgen von Misshandlungen, Hunger und Erschöpfung starb. Seine Urne wurde am 17. Februar 1941 auf dem Alten Jüdischen Friedhof (Zentralfriedhof) beigesetzt.

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Hedrich Fritz
Hedrich Fritz

Ort: Wien 20, Jägerstraße 28

Text:

IN DIESEM HAUSE LEBTE

FRITZ HEDRICH

WÄHREND DER NATIONALSOZIALISTISCHEN

HERRSCHAFT WURDE ER ZUM TOD VERURTEILT

UND AM 25. FEBRUAR 1944 IM ALTER

VON 29 JAHREN HINGERICHTET.

ER KÄMPFTE FÜR EIN FREIES,

DEMOKRATISCHES ÖSTERREICH,

FÜR DEN FRIEDEN,

UND FÜR DAS GLÜCK DER MENSCHHEIT.

MÖGEN DIE MENSCHEN

SEIN OPFER VERSTEHEN.

Stifter:

Bundesverband österreichischer Widerstandskämpfer und Opfer des Faschismus (KZ-Verband)/Bezirksgruppe Brigittenau.

Enthüllung:

November 1953. Die Gedenkrede hielt Gemeinderat Josef Lauscher.

Kurzbiographie:

Fritz Hedrich (geb. 22. 9. 1914), Elektromonteur und Radiotechniker, Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes, wurde am 25. Februar 1944 im Landesgericht Wien enthauptet.